Artikel unter 'Gefahren im Alter'

Falsche Medikamententherapie bei älteren Menschen

In der medizinischen Praxis kommt es oft vor, dass ältere Menschen mit falschen Medikamenten behandelt werden. Diese Falschbehandlung ergibt sich daraus, dass die meisten Medikamente nur für Menschen mittleren Alters getestet werden. Die Wirkungen bzw. Auswirkungen der Medikamente bei älteren Menschen, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, sind dabei jedoch nicht immer hinreichend erforscht.

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“Partnerschaftsvermittlungsvertrag” für Senioren

Rente_2.jpgEin Partnerschaftsvermittlungsunternehmen hat einen sog. Partnerschaftsvermittlungsvertrag mit einer 62-jährigen Dame abgeschlossen, wonach sie sich verpflichtet hat, für die Bekanngabe von 8 Anschriften 7.540 € zu zahlen. Dieser Vertrag wurde vom OLG Düsseldorf zu recht als sittenwidrig angesehen, weil die Leistung der Partnervermittlung völlig außer Verhältnis zur Entgeltzahlung durch die Seniorin war, immerhin 942,50 € pro Anschrift. Selbst wenn der Vertrag nicht sittenwidrig gewesen wäre, so war eine Mitarbeiterin der Partnervermittlung zum Vertragsschluss in die Wohnung der Dame gekommen, so dass dieser Vertrag jedenfalls widerruflich war.

Das Urteil des OLG Düsseldorf vom 11.10.2007 kann bei Interesse über sen.kester-haeusler-stiftung@t-online.de angefordert werden.

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Die Gerontologie

gesundheit.jpgUnter dem Begriff der Gerontologie, der aus den griechischen Worten "Geron", der Greis und "Logos", die Lehre abgeleitet wird, versteht man die Wissenschaft vom Altern bzw. die Altersforschung. Diese Wissenschaft setzt sich mit den körperlichen, historischen, seelischen und sozialen Vorgängen des Alterns auseinander und beschäftigt sich mit den Fragen und Problemen des Alters. Das Hauptziel der Gerontologie ist es, den Alterungsprozess zu optimieren. Um dieses Ziel zu erreichen, trägt die Gerontologie die Erkenntnisse der Einzelwissenschaften zusammen. Im einzelnen handelt es sich um folgende Wissenschaften:
- Biogerontologie – Erforschung der biologischen Ursachen,
- Psychogerontologie oder Gerontopsychologie – Erforschung der psychologischen Aspekte,
- Sozialgerontologie – Erforschung der sozialen Aspekte,
- Demographie,
- Seniorenmanagement,
- Altenhilfe,
- Gerontopsychiatrie - Psychiatrie speziell für ältere Menschen,
- Geriatrie und
- Gerontosoziologie.

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Unseriöse Nebenjobangebote

Erwerbstaetigkeit_2.jpgViele Rentner sind aufgrund ihrer geringen Rente gezwungen, einen Nebenjob anzunehmen. Doch Vorsicht, oft verstecken sich hinter einem lukrativen und viel versprechenden Angebot zu einem Nebenverdienst betrügerische Machenschaften. Bevor man voreilig einen Vertrag unterschreibt, sollte man auf gewisse Dinge achten:
Oft wird der Arbeitssuchende mit verlockenden Angeboten in eine Straftat verwickelt. So wird einem beispielsweise eine Provision in Höhe von 10% der Zahlungseingänge versprochen, wenn man sein Konto zur Verfügung stellt und die Zahlungseingänge ins Ausland weiterleitet. Da das eingegangene Geld aber in der Regel aus Überweisungsbetrug oder anderen Betrügereien resultiert, macht man sich mitstrafbar.
Aufpassen sollte man auch bei Jobs, die eine finanzielle Vorleistung, wie beispielsweise für angeblich erforderliches Material oder Werkzeug verlangen. Diese Angebote sind ebenfalls unseriös, da man die Kosten auf sich nimmt, den Job aber nie bekommt. Die häufigsten Betrügereien findet man bei in Aussicht gestellter Heimarbeit, bei der Interessenten überteuertes Material z.B. Software und Geräte kaufen oder eine Kaution stellen müssen und dann auf diesen Auslagen sitzen bleiben.

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Schutz vor Trickbetrügern

GefahrenimAlter_1.jpgSo können Sie sich schützen:
Lassen Sie sich durch einen Fachmann ein Kastenschloß mit Türsperre und einen Türspion einbauen,
Benutzen Sie die Türsprechanlage,
Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung,
Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen, wer zu Ihnen will,
Machen Sie Ihre Tür nur mit vorgelegter Türsperre auf,
Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig,
Rufen Sie im Zweifelsfall bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt,
Bieten Sie bei einer angeblichen Notlage an, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Glas Wasser) hinauszureichen. Lassen Sie dabei Ihre Tür versperrt,
Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch ganz energisch: Sprechen Sie laut mit ihnen oder schreien Sie um Hilfe!

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    Die häufigsten Tricks der Betrüger

    GefahrenimAlter_3.jpgIn der Polizeilichen Kriminalstatistik ist Trickdiebstahl in Wohnungen nicht gesondert ausgewiesen; die Tat wird als einfacher Diebstahl in/aus Wohnräumen erfasst, der 2003 bundesweit in 49.905 Fällen angezeigt wurde. Schätzungsweise ein Drittel bis knapp die Hälfte dieser Fälle sind Trickdiebstähle. Der bei einfachen Diebstählen in/aus Wohnräumen insgesamt verursachte Schaden beläuft sich auf fast 53 Millionen Euro. Diese Übersicht zeigt Ihnen, mit welchen Tricks versucht wird, Sie übers Ohr zu hauen und wie Sie sich gegen diese Betrüger schützen können.

    1. unseriöse Kreditvermittler
    Unseriöse Kreditbetrüger versuchen oft älteren Menschen einen günstigen Kredit mit geringem Bearbeitungsbeitrag, beispielsweise von 25 € oder 50 € zu vermitteln. Diesen Bearbeitungsbetrag will der Betrüger dann nicht in bar haben, sondern bittet Sie eine Überweisung von Ihrem Konto zu seinen Gunsten auszufüllen und zu unterschreiben.
    Lassen Sie sich aber auf keinen Fall darauf ein, sonst sehen Sie Ihr Geld nie wieder. Da sie die Überweisung nämlich selbst unterschrieben haben, können Sie die Belastungsbuchung auf Ihrem Bankkonto bei Ihrer Bank nicht mehr rückgängig machen und Ihr Geld wird auf dem Konto des Betrügers gutgeschrieben. Einen Kredit hingegen werden Sie nie erhalten. Wenn also einer dieser Herren jemals vor Ihrer Wohnung stehen sollte und mit einem günstigen Kredit prahlt, dann lassen Sie ihn nicht hinein, unterschreiben Sie nichts und wenden Sie sich bei einem Kreditwunsch an eine seriöse Bank Ihres Vertrauens.

    2. falsche Telekom – Techniker
    Betrüger geben sich auch gerne als Techniker der Telekom aus und verschaffen sich Zutritt zu Ihrer Wohnung, indem sie Behaupten, Ihre Leitung müsse überprüft werden. Kaum in der Wohnung wählt der angebliche Techniker dann am Telefon heimlich eine teure 0190er Nummer. Die hohen Gebühren, welche zu Ihren Lasten abgebucht werden, werden ihm dann gut geschrieben. Die böse Überraschung erleben Sie dann bei Ihrer nächsten Telefonrechnung.
    Falls also so ein Herr vor Ihrer Tür steht, lassen Sie sich den Ausweis zeigen. Falls Sie nicht sicher sind, lassen Sie den Herrn nicht in die Wohnung, schliessen Sie wieder die Tür und fragen bei der Telekom nach (Tel.: 0800 33 02000) nach.
    Falls das Malheur schon passiert ist, hier ein kleiner juristischer Tipp:
    Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei. Widerrufen Sie sofort den eventuellen Lastschrifteinzug für Ihre Telekomrechnung bei Ihrer Bank. Zahlen Sie nur den Betrag, der ohne den Anruf bei der 0190er Nummer angefallen wäre.Dann widersprechen Sie gegenüber der Telekom schriftlich (mit Einschreiben/Rückschein) der Rechnung und weisen die Telekom auf Ihre Strafanzeige hin. Zudem teilen Sie der Telekom in diesem Schreiben mit, welcher Betrag der Rechnung von Ihnen gezahlt wird und welcher nicht.Lassen Sie sich auf keinen Fall von der Telekom unter Druck setzten. Sie sind der Telekom nämlich nichts schuldig. Die Telekom versucht nämlich nur, die hohe Abrechnung des Anbieters der 0190er Nummer auf Sie umzuwälzen. Ihr Anschluss darf deswegen nicht gesperrt werden und es darf auch kein Schufa-Eintrag deswegen erfolgen.

    3. eine kleine Spende?
    Oft versuchen Betrüger älteren Menschen eine kleine Spende für eine nicht existierende Hilfsorganisation zu entlocken. Fallen Sie nicht darauf herein und lassen Sie auf gar keinen Fall den angeblichen Spendensammler herein. Lassen Sie sich auch hier zuerst einmal den Sammelausweis oder die Sammelgenehmigung der genannten Hilfsorganisation zeigen. Achten Sie auch darauf, ob die Sammelbüchse verblombt ist.Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein echter Spendensammler vor Ihrer Tür steht, wenden Sie sich an das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen in Berlin (Tel.: 030 / 8390010). Dort kann man Ihnen sagen, ob die Ihnen genannte Organisation in Ordnung ist.

    4. Ich bin Polizist
    Der Klassiker unter den Trickdiebstählen ist das Vorspiegeln, man sei von der Polizei. Der Täter gibt den Opfern vor, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und bittet sie nachzuschauen, ob ihr Geld noch da sei. Sobald das Opfer sein Geld geholt hat und es nachzählt, verwickelt der Betrüger es in ein Gespräch und stiehlt ihm unbemerkt das Geld aus der Tasche.
    Wenn ein Polizist bei Ihnen vor der Tür steht, dann lassen Sie ihn nicht herein. Bitten Sie ihn, dass er Ihnen seine Kripomarke und den gültigen Dienstausweis zeigt. Sollten Sie nicht sicher sein, ob diese echt sind, dann rufen Sie bei der Dienstelle Ihres Ortes nach. Die Telefonnummer erfahren Sie beispielsweise von der Auskunft der Telekom unter 11833.

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    Kriminalstatistik

    GefahrenimAlter_1.jpgDie Polizeiliche Kriminalstatistik für den Freistaat Bayern zeigt, dass 60jährige und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger deutlich seltener Opfer von Gewalttaten werden als jüngere und ganz junge Menschen. So lag 1996 in Bayern der Bevölkerungsanteil der über 60jährigen bei 21%, der Anteil an den Kriminalitätsopfern insgesamt dagegen nur bei 5%. Bei Delikten der schwereren Gewaltkriminalität "wie Mord, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung" waren sogar nur 2,8% der Opfer über 60 Jahre alt. Nur beim Handtaschenraub haben die über 60jährigen Menschen höhere Anteile an den Opfern. Zum Glück ist aber auch dieses Delikt seltener, als oft befürchtet: 1996 wurden in Bayern insgesamt 410 Opfer eines Handtaschenraubes registriert, darunter 213 Frauen im Alter von 60 Jahren und älter. Ein Grund für Ihr geringes Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, liegt auch in Ihrem umsichtigen und vorsichtigen Verhalten. Aus Ihrer Lebenserfahrung wissen Sie: Wer die Gefahren kennt, kann viele Risiken ausschließen!

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