Falsche Medikamententherapie bei älteren Menschen

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In der medizinischen Praxis kommt es oft vor, dass ältere Menschen mit falschen Medikamenten behandelt werden. Diese Falschbehandlung ergibt sich daraus, dass die meisten Medikamente nur für Menschen mittleren Alters getestet werden. Die Wirkungen bzw. Auswirkungen der Medikamente bei älteren Menschen, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, sind dabei jedoch nicht immer hinreichend erforscht. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen aufgrund verschiedener Leiden auch verschiedene Medikamente nehmen. Dabei ist oft nicht klar, ob die Mischung der jeweiligen Medikamente Nebenwirkungen auslösen kann. Problematisch ist dabei, dass bei der Mischung der Medikamente oft Nebenwirkungen, wie Desorientierung, Kreislaufstörung oder Schwindel auftreten. Diese sind bei älteren Menschen besonders gefährlich, da sie nicht selten zu Stürzen und damit auch zu Brüchen insbesondere Oberschenkelhalsbrüchen führen können.

Um den Risiko der Falschbehandlung entgegenzuwirken, hat das Deutsche-Ärzteblatt im Jahr 2010 eine Liste veröffentlich, in der aufgelistet wird, welche Medikamente bzw. Medikamentenkombinationen im Alter oft problematisch sind. Leider halten sich nicht alle Ärzte an die Empfehlungen dieser Liste, sodass der Patient in der Eigenverantwortung steht, die Verträglichkeit der verschriebenen Medikamente selbst zu überprüfen. In dieser Priscus-Liste werden zu dem Ratschläge erteilt, welche Maßnahmen und insbesondere Laborkontrollen bei einer in der Liste genannten, fragwürdigen Medikamententherapie durchzuführen sind.

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