Die häufigsten Tricks der Betrüger

Artikel gespeichert unter: Gefahren im Alter


GefahrenimAlter_3.jpgIn der Polizeilichen Kriminalstatistik ist Trickdiebstahl in Wohnungen nicht gesondert ausgewiesen; die Tat wird als einfacher Diebstahl in/aus Wohnräumen erfasst, der 2003 bundesweit in 49.905 Fällen angezeigt wurde. Schätzungsweise ein Drittel bis knapp die Hälfte dieser Fälle sind Trickdiebstähle. Der bei einfachen Diebstählen in/aus Wohnräumen insgesamt verursachte Schaden beläuft sich auf fast 53 Millionen Euro. Diese Übersicht zeigt Ihnen, mit welchen Tricks versucht wird, Sie übers Ohr zu hauen und wie Sie sich gegen diese Betrüger schützen können.

1. unseriöse Kreditvermittler
Unseriöse Kreditbetrüger versuchen oft älteren Menschen einen günstigen Kredit mit geringem Bearbeitungsbeitrag, beispielsweise von 25 € oder 50 € zu vermitteln. Diesen Bearbeitungsbetrag will der Betrüger dann nicht in bar haben, sondern bittet Sie eine Überweisung von Ihrem Konto zu seinen Gunsten auszufüllen und zu unterschreiben.
Lassen Sie sich aber auf keinen Fall darauf ein, sonst sehen Sie Ihr Geld nie wieder. Da sie die Überweisung nämlich selbst unterschrieben haben, können Sie die Belastungsbuchung auf Ihrem Bankkonto bei Ihrer Bank nicht mehr rückgängig machen und Ihr Geld wird auf dem Konto des Betrügers gutgeschrieben. Einen Kredit hingegen werden Sie nie erhalten. Wenn also einer dieser Herren jemals vor Ihrer Wohnung stehen sollte und mit einem günstigen Kredit prahlt, dann lassen Sie ihn nicht hinein, unterschreiben Sie nichts und wenden Sie sich bei einem Kreditwunsch an eine seriöse Bank Ihres Vertrauens.

2. falsche Telekom – Techniker
Betrüger geben sich auch gerne als Techniker der Telekom aus und verschaffen sich Zutritt zu Ihrer Wohnung, indem sie Behaupten, Ihre Leitung müsse überprüft werden. Kaum in der Wohnung wählt der angebliche Techniker dann am Telefon heimlich eine teure 0190er Nummer. Die hohen Gebühren, welche zu Ihren Lasten abgebucht werden, werden ihm dann gut geschrieben. Die böse Überraschung erleben Sie dann bei Ihrer nächsten Telefonrechnung.
Falls also so ein Herr vor Ihrer Tür steht, lassen Sie sich den Ausweis zeigen. Falls Sie nicht sicher sind, lassen Sie den Herrn nicht in die Wohnung, schliessen Sie wieder die Tür und fragen bei der Telekom nach (Tel.: 0800 33 02000) nach.
Falls das Malheur schon passiert ist, hier ein kleiner juristischer Tipp:
Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei. Widerrufen Sie sofort den eventuellen Lastschrifteinzug für Ihre Telekomrechnung bei Ihrer Bank. Zahlen Sie nur den Betrag, der ohne den Anruf bei der 0190er Nummer angefallen wäre.Dann widersprechen Sie gegenüber der Telekom schriftlich (mit Einschreiben/Rückschein) der Rechnung und weisen die Telekom auf Ihre Strafanzeige hin. Zudem teilen Sie der Telekom in diesem Schreiben mit, welcher Betrag der Rechnung von Ihnen gezahlt wird und welcher nicht.Lassen Sie sich auf keinen Fall von der Telekom unter Druck setzten. Sie sind der Telekom nämlich nichts schuldig. Die Telekom versucht nämlich nur, die hohe Abrechnung des Anbieters der 0190er Nummer auf Sie umzuwälzen. Ihr Anschluss darf deswegen nicht gesperrt werden und es darf auch kein Schufa-Eintrag deswegen erfolgen.

3. eine kleine Spende?
Oft versuchen Betrüger älteren Menschen eine kleine Spende für eine nicht existierende Hilfsorganisation zu entlocken. Fallen Sie nicht darauf herein und lassen Sie auf gar keinen Fall den angeblichen Spendensammler herein. Lassen Sie sich auch hier zuerst einmal den Sammelausweis oder die Sammelgenehmigung der genannten Hilfsorganisation zeigen. Achten Sie auch darauf, ob die Sammelbüchse verblombt ist.Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein echter Spendensammler vor Ihrer Tür steht, wenden Sie sich an das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen in Berlin (Tel.: 030 / 8390010). Dort kann man Ihnen sagen, ob die Ihnen genannte Organisation in Ordnung ist.

4. Ich bin Polizist
Der Klassiker unter den Trickdiebstählen ist das Vorspiegeln, man sei von der Polizei. Der Täter gibt den Opfern vor, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und bittet sie nachzuschauen, ob ihr Geld noch da sei. Sobald das Opfer sein Geld geholt hat und es nachzählt, verwickelt der Betrüger es in ein Gespräch und stiehlt ihm unbemerkt das Geld aus der Tasche.
Wenn ein Polizist bei Ihnen vor der Tür steht, dann lassen Sie ihn nicht herein. Bitten Sie ihn, dass er Ihnen seine Kripomarke und den gültigen Dienstausweis zeigt. Sollten Sie nicht sicher sein, ob diese echt sind, dann rufen Sie bei der Dienstelle Ihres Ortes nach. Die Telefonnummer erfahren Sie beispielsweise von der Auskunft der Telekom unter 11833.

Haben Sie Fragen? E-Mail an das Forschungsinstitut

« Kriminalstatistik     Einstellung der künstlichen Ernährung »

Themen

Links

Feeds